So, der Bau hat am 28.02.2002 begonnen.

Ab jetzt werde ich in loser Folge über den Fortschritt der Entstehenden Anlage berichten.

Ich fange mit dem kleinsten, dem Mittelteil an. Da ich doch etwas aus der Übung gekommen bin, können hier eventuelle Fehler am leichtesten korrigiert werden. Das ganze entsteht aus leichtem Pappelsperrholz. Für den Außenrahmen 10 mm stark und für die Trassen 6 mm stark. Die erste Trasse, die der vorderen Hauptstrecke ist schon eingelassen. Das ganze wird mit UHU-Coll geklebt und mit Senkschrauben 3 x 20 mm verschraubt. Der Rahmen ist vorne 14 cm hoch und die Rückwand 30 cm. ( Das ist der Teil der dann an der Wand zu liegen kommt.)

Die Stromzuführung der einzelnen Gleise geschieht durch einfaches anlöten der Kabel an den Gleisschuhen. Dieses ist mit Elektroniklot problemlos möglich. Hier im Tunnelbereich liegen die Kabel auf statt unter der Trasse und sind mit der Klebepistole fixiert. Die Gleise werden mit Kontaktkleber direkt auf die Trasse geklebt. Kork oder Moosgummi als Schalldämpfer nehme ich nicht. Das Geräusch der leichten Spur N Fahrzeuge empfinde ich persönlich nicht als störend und da die Anlage im Keller steht, kann auch niemand anderes gestört werden. Um allzu große Resonanzen zu dämpfen, klebe ich Styropurplatten unter die Gleistrassen. Das wirkt auch und ich tue mich beim Einschottern leichter.

Hier links im Bild sieht mann schon die fast fertige Trasse der Hauptstrecke. Eingeschottert mit Heki-Hellgrau und dann farblich behandelt mit Abtönfarbe. Ein auf der Palette gemischter Brei aus schwarz, ocker und Wasser. Ob ich die Gleise noch altern werde, weis ich noch nicht. Da genau die Farbe zu treffen ist schwer.

Zum fixieren der mit Pattex verklebten Flex-Gleise haben sich “Pinwand-Nägel” besonders bewährt. Diese lassen sich mühelos durch das Gleisbett ins Holz drücken und halten so das Gleis bis zum endgültigen trocknen des Klebers in Form. Danach sehr leicht und ohne Beschädigungen wieder entfernbar.

Hier sieht man den Übergang zum Industrieteil.

Auf den beiden oberen Bildern sieht man, wie die Paradestrecke in den Bergansatz verschwindet. Raus kommt sie dann wieder hinter der Fabrik. Die Natursteinmauer ist selbst gedruckt auf Epson Selbstklebe Fotopapier. So kann man die Steingröße selber bestimmen, ebenso den Farbton. In meinem Fall “ Blaubasalt “.

Da auf so einer Modellbahn eine ganze Menge Schutzgeländer benötigt werden, hab ich mir eine kostengünstige Bauart einfallen gelassen. Man nehme 1 mm Splinte, einen 1 mm Bohrer und ein paar Meter 0,5 er Draht in beliebiger Farbe.
( Hier gelb ) Und schon hat man ein sehr kleines und wie ich finde vorbildnahes Schutzgeländer.

Am abgehenden Industriegleis kam ebenfalls dieses “Splintgeländer” zum Einsatz. Ich habe mich jetzt jedoch nicht mehr für die gelbe Version entschieden, sondern für Kupfer pur. Wirkt noch echter.

Nun geht es langsam an das Verschließen der Zwischenräume. Ich mache das in der altbewährten Art mit Kaninchendraht (MW 25 mm) der sich gut in Form biegen läßt. Dann kommt die Auflage aus in Gipswasser getauchten Fliestüchern. Ein bis drei Lagen, je nach weiterer Verwendung des Geländes. Bei einfacher Wiese reicht einlagig, bei Baumbestand dreilagig. Das ganze wird dann nach dem trocknen mit Gips und Pinsel durchmodelliert.

Der Vorteil von Fliestüchern gegenüber Zewa oder WC-Papier, liegt in der offenen Gitterstruktur. So wird nicht nur das Wasser aufgesaugt, sondern auch reichlich Gipspartikel mitgenommen. So reicht oft schon ein einlagiger Auftrag und man erhält eine hohe Festigkeit bei geringem Gewicht.

So kann sich das ganze schon mal sehen lassen, finde ich zumindest. Die Feinarbeit und die Bäume kommen erst zum Schluß dazu, jetzt ist die Gefahr der Beschädigung noch zu groß.

Nun wird der nächste Hügel in Angriff genommen, der später unter dichtem Laubwald verschwindet.

Die noch zu sehenden weißen Stellen, werden mit braunem Laub und allerlei Ästen etc. belegt. Dann wird ein dichter Wald gepflanzt.

Hier nun die ersten selbstgedruckten und auf Splinte geklebten Signaltafeln. ( Breite 4 mm )

Ein Wald entsteht. Der Waldboden ist mit oliv gefärbtem Weißleim bestrichen und dann mit Korkstreu und dunklem Gras bestreut. Dann noch ein paar Flechten (Heki Flor) und die Bäume können kommen. Im Vordergrund steht eine Reihe Heki Fertigbäume die mit Sprühkleber und Flocken nachbehandelt wurden. Der Hintergrund ist aus Heki Bruchmaterial und nur an die oliv gestrichene Rückwand geklebt. So entsteht der Eindruck eines tiefen Waldes.

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