Sicher gibt es sehr viele Möglichkeiten einen Bach oder Flußlauf darzustellen. Die Methode nach der ich es mache, möchte ich hier Schritt für Schritt aufzeigen

Als erstes, nach den Gedanken zum Verlauf des Baches, werden die Ufer aus Sperrholz aufgeschraubt. Die Kanten zum Bach werden mit einem Messer grob gebrochen.

Als nächstes kommt wieder mein Fliestuch zum Einsatz. In Anbetracht der kleinen Spannweite verzichte ich hier auf den Unterbau mit Draht. Die zurechtgeschnittenen Tücher werden nun am Ufer mit Weisleim angeklebt. Etwas Durchhang dabei lassen. Nach dem trocknen wird die ganze Sache mit Gips ausgepinselt. Man sollte immer in Flußrichtung arbeiten, dass ergibt später ein echteres Aussehen.

Wenn der Gips getrocknet ist wird der Bachlauf mit Farbe behandelt. Ich nehme dazu ein Gemisch aus ocker, schwarz, weis und viel Wasser. Auf dem rechten Bild sieht man schon die ersten Gedankenskizzen zum Wehr, dass Haralds Mühle antreiben soll.

Nun erfolgt ein Auftrag aus Weisleim, ein Klacks ocker und etwas Wasser. Aber nur im mittleren Bereich.

Es können auch schon kleinere Äste oder Stämme von der letzten Schneeschmelze mit eingeklebt werden.

Nun wird es Zeit an das Stauwehr und den Müehlenzulauf zu denken. Aus Knetmasse habe ich Formen geformt und dann mit Gips ausgegossen. Nach dem trocknen kann man dann mit einen Nagel eine Mauerstruktur einritzen.

Nun das Ganze wieder mit Farben behandeln und den Sand einkleben.

Das Gebäude, hier die Tonmühle von Vollmer, muß natürlich noch mit Farben gealtert werden.

Das ganze noch mal aus der Nähe.

Hier das ganze von der anderen Seite. Am Laufsteg kamen wieder meine berühmten Splinte zum Einsatz. An diese Seite kommt der kleine Stausee.

Darauf werden dann handverlesene Kieselsteine gedrückt und der Rest mit Dekosand ausgestreut.

Jetzt wird ein Pinsel, bzw. seine Borsten geopfert und am Ufer Pampasgras damit nachgestellt.

Hier ist schon mal probehalber das Wasserrad eingesetzt.

Das Mühlengebäude mal provisorisch angehalten, paßt schon fast.

Hier nun die Stauwehre, das linke ist aus der Packung zur Mühle und das rechte ist aus 1 mm Splinten und dünnem Holz selbstgebaut.

Ein paar Findlinge zu Wasserführung und eine gewellte Klarsichtfolie, die das durchschießende Wasser darstellen soll. Der Bach wird ja später mit Gießharz aufgefüllt.

Jetzt schreit das Mühlengebäude geradezu nach einer Alterung.

Das Epoxydharz ist eingefüllt. Am Modulübergang ist es mit einem angeklebtem Klarsichtstreifen gegen Auslaufen geschützt. Ich hoffe nach dem Aushärten einen sauberen und fast unsichtbaren Übergang zu haben.

Hier sieht man schön wie der Sandboden durchschimmert. Hinter dem Mühlrad ist ein klein wenig weiße Farbe mit eingemischt um die Wasserbewegung zu simulieren.

Am Umgehungswehr wurde kurz vor dem Gelieren mit einem kleinen Schraubenzieher das Harz in Bewegung gebracht, um einen schießenden Effekt zu erzielen.

In der Mitte wird eine kleine Insel entstehen, eigentlich nur weil mir ein Klacks Gips runtergefallen ist. ;-)

Jetzt wird der Speisesee gewerkelt. Aus Speerholz die Grundlage und dann reichlich Gips.

Hier das Ganze von der anderen Seite.

Das Wasser ist eingelassen. Hier habe ich auf Sand weitestgehend verzichtet, da so ein mehr stehender See wohl eher zu Algenbildung neigt. Daher hab ich hier mehr mit grün und Kies gearbeitet.

Auch hier kamen natürlich wieder meine 1 mm Splinte zum Einsatz, damit der Müller nicht in den Teich stürzt. Die Wellenbildung brauchte ich dieses mal nicht selbst zu machen, sondern da ich aus Versehen zu viel Härter zugegeben hatte, fing es an zu Kräuseln. Nachdem sich meine Herzfrequenz wieder beruhigt hatte fand ich es sogar schön.

Hier noch vier Makro Aufnahmen.

Rund um den See kommt nun noch das entsprechende grün und eventuell noch ein Angler.
Ansonsten war’s das erst mal.

Ich hoffe die Bilder haben gefallen und der ein oder andere konnte was mit den Tipps anfangen.