Die Werbe- und Vermittlungsagentur Stephan Krause Abt.: GT-Gleis Europavertrieb Im- und Export stellt nun hier Ihre GT- Flexgleise vor und bat mich um einen Test derselben.

Von links nach rechts: Schienenverbinder, Flexgleis braun und Flexgleis schwarz.

Die Schienenverbinder sind sehr dick geraten.

Die Gleisoptik.

Nun zum Test der Gleise.

Ich bekam je 2 schwarze und braune Probestücke von ca. 150 mm Länge.
Der erste Eindruck war gar nicht so schlecht. Der Farbunterschied zwischen den braunen und schwarzen Schwellen ist nicht sehr stark ausgeprägt, so das bei der üblichen Modellbahnbeleuchtung und nach dem Einschottern wohl kaum noch ein wahrnehmbarer Unterschied zu sehen ist. Das Schienenprofil (Code 80) hat eine Höhe von 2,05 mm und ist silbern glänzend.

 

 

Die Schienenverbinder, die noch als Band zusammenhängen und abgeschnitten werden müssen, vielen mir gleich durch ihre Dicke auf. Laut Hersteller sollen sie durch ihre beidseitige Wölbung einen guten und festen Kontakt ermöglichen.

Doch dazu später mehr.

 

 

 

Die Optik der Gleise ist gerade noch akzeptabel. Die Kleineisen fallen durch ihr fehlen auf, es sei denn die Plastikkreise gelten noch als solche. Die Holzmaserung auf den Schwellen ist zart und erhaben angedeutet.

Zu dem angebotenen Preis ist es aber allemal akzeptierbar.

Nun zur technischen Seite:

Das Schwellenband ist nur einseitig unterbrochen um die Flexibilität zu ermöglichen. Meist im Abstand von 2 Schwellen.

Das hat aber bei einer Biegung des Gleises den unschönen Effekt einer etwas komischen Schwellenstellung, da immer 2 Schwellen parallel zueinander liegen und dann ein Sprung zum nächsten

Schwellenpaar entstehet. Links im Bild habe ich mal einen etwas stärkeren Bogen gelegt um es zu verdeutlichen.

 

 

Ohne Nacharbeit zusammengesteckt!

Hier links macht es die Makroaufnahme deutlich.

Ansonsten lässt sich das Gleis sehr leicht in Form bringen und die Klemmung der Kleineisen ist ausreichend stabil.

 

 

 

Doch nun zu den Verbindern. Sie lassen sich leicht vom Endlosband abbrechen oder abschneiden. Die Gleise müssen an den Verbindungsstellen noch plangeschliffen werden, da sie im Lieferszustand nur grob abgetrennt werden. Das ist aber kein Manko, da ein Flexgleis sowieso für die Montage gekürzt oder nach dem Biegen einseitig abgelängt werden muß. Die ersten Kleineisen, also die Plastikknöpfe welche das Schienenband auf den Schwellen halten, müssen wie bei jedem Flexgleis mit einem scharfen Messer entfernt werden. Die Verbinder gehen beim ersten mal Recht stramm und versprechen einen guten Halt. Nach 3- 4 maligen Aufstecken allerdings sind sie schon sehr locker. Da sie sehr Massiv ausgefallen sind, tragen sie auch deutlich nach unten auf. Links im Bild ist zu sehen wie die Schienen vom Schwellenband abgehoben werden, so das ein Katzenbuckel entsteht wenn das Gleis so befestigt wird. Ein abschaben der Schwellen in diesem Bereich ist also anzuraten.
Nach Rückfrage beim Vertreiber bekam ich noch den Tipp die Verbinder zu erhitzen und dann aufzuschieben. So entsteht der nötige Spalt im Plastik. Oder ein waagerechtes Einschleifen mittels 0,3er Trennscheibe (Dremel oder Proxxon) würde auch reichen.

Ohne Nacharbeit zusammengesteckt!

Auch zeigte sich eine schlecht Führung in der Hochachse. Das linke Gleis steht deutlich nach oben.

Klarstellung: Wenn man das Schwellenband im Bereich der Verbinder wie vom Hersteller vorgeschlagen nacharbeitet, ergibt sich eine korrekte Verbindung!

Zusammengesteckt nach den Tipps












vom Hersteller/Vertreiber

Wenn die Gleisverbinderbereiche nach den oben genannten Tipps des Herstellers / Vertreibers der Gleise nachgearbeitet werden, ergibt sich eine gute Verbindung.

 

Die Spalte unter den Gleisen rühren nur noch daher, das ich sie nicht aufgeklebt oder sonstwie befestigt habe.

Alles in allem also ein brauchbares Gleis.

 

Hier habe ich den GT Schienenverbinder (oben) mal neben einen Verbinder (unten) eines Namenhaften Herstellers gelegt. Der Unterschied ist deutlich zu sehen.

 

 

 

 

Ein Versuch die Gleise ohne Nacharbeit des Schwellenbandes mit den Verbindern eines anderen Herstellers zusammen zu setzen, zeigt schon eine Verbesserung. Allerdings fehlt auch hier der Halt in der Höhe. Nach einem Aufkleben der Gleise hat das aber keinen negativen Einfluß mehr. Flexgleise sind sowieso nicht für einen fliegenden Aufbau gedacht.

 

 

 

Die Schienen lassen sich sehr gut und leicht löten. Ich brauchte an der Lötstelle keinerlei Reinigungs -oder Schleifarbeiten durchführen.

 

 

 

 

 

 

Auch ein stumpfes Verlöten ohne Schienenverbinder ist möglich, sollte allerdings erst nach dem Aufkleben oder Aufschrauben der Gleise erfolgen, da so eine Lötung bei keinem Gleis sonderlich stabil ist.

 

 

 

 

Zu guter letzt habe ich die Schienen aus dem Schwellenband gezogen. Auf der Seite mit den Teilungen ging das sehr leicht, die andere sehr stramm. Versuche die Schienen mit Farben der gängigen Hersteller zu altern verliefen Problemlos.

Alles in allem ein brauchbares Gleis zu einem sehr günstigen Preis welches noch etwas Nacharbeit benötigt.
Die Schienenverbinder halte ich persönlich für zu klobig und instabil und würde eher zu anderen Anbietern greifen.
Das Gleis selbst wäre aufgrund des Preises und der Stabilität meine erste Wahl für alle Tunnelstrecken und Schattenbahnhöfe.
Für eine Paradestrecke allerdings könnte mich die Optik, vor allem durch die Verbinder nicht so Recht überzeugen.

Auf einer weiteren Seite habe ich einige Bilder mit Verbindungen zwischen GT-Gleis und weiteren Herstellern abgelegt.

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