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Digitaltechnik leicht verständlich erklärt |
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Es gibt eine Vielzahl von guten Internetseiten auf denen die Digitaltechnik sehr gut erklärt wird. Dennoch erreichen mich immer wieder Fragen zu diesem Thema. Da ich noch gut in Erinnerung habe, wie schwer ich mich damals damit
getan hatte, habe ich hier mal versucht die Digitalgeschichte mit verständlichen Worten zu beschreiben. |
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Sehen wir uns das mal näher an einem Beispiel an. Wir haben 2 Loks auf dem Gleis und beide lauschen auf Befehle. Eine Lok hört auf den Namen “25” und die andere auf “12”. Nun wollen wir mit Lok 25 fahren. Also tippen wir an der
Zentrale die Nummer 25 ein und bestätigen mit OK. Die Zentrale fragt nun im Gleis nach ob sich jemand angesprochen fühlt und der Decoder in der Lok 25 wird “hier” schreien. Nun geben wir am Reglerrad der Zentrale eine Richtung
und eine Geschwindigkeit vor. Die Zentrale wandelt das in Befehle für den Decoder Nr. 25 um und schickt diese ins Gleis. Der Decoder versteht die Sprache und beginnt mit seiner Arbeit. Das heißt, er macht das was wir früher am
Trafo getan haben. Er wandelt aus den 16V~ nun die benötigte Spannung für den Motor der Lok in Gleichstrom um und gibt diesen in der richtigen Polarität an den Motor weiter. |
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Doch was ist mit dem Licht der Loks? So ein Lokdecoder hat zum Glück auch noch 2 Anschlüsse für die beiden Loklampen. Über eine Funktionstaste an der Zentrale können wir der ausgewählten Lok nun mitteilen ob sie mit oder ohne Licht fahren soll. Sagen wir Ihr “Licht an”, dann wird sie mit Licht fahren. Es werden auch nicht wie beim Analogbertieb beide Lampen leuchten, sondern nur die in Fahrtrichtung. Sie leuchtet stets mit voller Leuchtkraft, da die Spannung am Gleis ja immer 16V beträgt. Auch wenn die Lok steht leuchtet die Lampe weiter. So lange bis wir sie per Funktionstaste wieder ausschalten. Schöner Nebeneffekt ist, das auch alle Personenwagen mit Innenbeleuchtung ständig mit voller Lichtstärke leuchten. Noch kurz zu den Namen / Adressen der Decoder. Jeder Decoder kann von uns über die Zentrale auch programmiert werden. So können wir jedem Decoder eine eigene Adresse aufspielen. Dazu aber am Ende mehr. |
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Schon eine tolle Erfindung dieses Digital. Aber das war noch lange nicht alles. Kommen wir nun zu den Weichen. Diese können wir weiterhin Analog betreiben und Digital nur fahren, oder wir machen beides Digital. |
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Hier sehen wir die herkömmliche Anschlußart. Über 2 Tasten des Stellwerkes wird die Weiche entweder auf “Gerade” oder auf “Abzweig” geschaltet. Das klappt beim reinen Digital Fahrbetrieb auch weiterhin so. Um die Weichen aber auch Digital über die Zentrale schalten zu können, müssen wir sogenannte “Weichendecoder” einbauen. |
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An diese Weichendecoder können nun bis zu vier Weichen angeschlossen werden, die alle eine eigene Adresse bekommen. Das Digitale Signal bekommt der Decoder direkt vom Gleis oder per separaten Kabeln aus einer Ringleitung. Den Strom zur Weichenschaltung kann bei einigen Decodern über eine E-Buchse von einem 2. Trafo eingespeist werden. Das ist Sinnvoll, da die Stromlast der Weichenantriebe nicht auch noch dem knappen Digitalstrom entnommen werden muß. Nun kann an der Zentrale die Weichenadresse angesprochen werden und die Weiche gestellt werden. Richtig Sinn macht das digitale Schalten allerdings erst in Verbindung mit einem Computer. Dazu reicht schon ein ausgedienter 200MHz Rechner. |
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Wer eine große Anlage hat, auf der mehr als 5-6 Loks gleichzeitig fahren sollen, der kann sie in 2 oder mehr Stromkreise aufteilen. Die Stromkreise müßen komplett isoliert sein. An den 2. und jeden weiteren Stromkreis kommt dann ein Booster der nach obigen Schaubild angeschlossen wird. Er versorgt seinen Stromkreis mit einem eigenen Trafo und gibt die Befehle der Zentrale an diesen weiter. Die Trennstelle kann problemlos mit den Loks überfahren werden. |
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Hier sehen wir nun die digitale Highend Lösung. Mittels eines Gleisplanprogrammes werden die Weichen mit der Maus am Bildschirm gestellt und die Loks können entweder per Zentrale, per Zusatzregler oder ebenfalls per PC gefahren werden. So ist es auch möglich nicht nur einzelne Weichen, sondern komplexe Weichenstrassen zu steuern. |
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Nachtrag: |
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Ich bin hier bewußt nicht auf Feinheiten wie die Programmierung der Decoder oder gar die verschiedenen Systeme wie MM, SX und DCC eingegangen. Dazu machen Sie sich bitte an geeigneterer Stell schlau. Ich wollte hier nur ganz
grob und einfach den Unterschied zwischen Analog und Digital darstellen. So können Sie jeder Lok für jede Richtung eine eigene “Höchstgeschwindigkeit” verpassen. Ebenso eine Mindestgeschwindigkeit. Das Licht kann gedämmt werden, Beschleunigungskurven und Verzögerungen können programmiert werden. Es gibt Decoder mit Lastregelung, das heißt sie geben Bergauf selber mehr Gas und bremsen Bergab die Lok und und und.... |
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Ich hoffe jedoch mit den simplen Ausführungen auf dieser Seite können Sie sich nun vorstellen was mit Digital machbar ist. |
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