Köf II mit DCC-Decoder

Ich habe mir zum Ziel gesetzt die Köf II mit einem Digitaldecoder auszustatten. Da es ja sehr eng in dieser kleinen Lok zugeht, habe ich schon etwas damit zu kämpfen. Mein erster Prototyp läuft schon hervorragend mit einem Decoder von Kuehn, dem N025. Aber selbst der ist noch zu dick um ihn verstecken zu können.
Also habe ich das Dach aufgefräst und innen durch verdünnen der Motorraumwände Platz für die Kabel geschaffen.

Hier erst mal ein paar Bilder vom Prototypen.

Hier sieht man den auf dem Motor plazierten Decoder. Ich habe vor das Dach mittels eines 1 mm Rahmens höher zu legen. Das ist zwar gewaltig viel, aber leider nicht anders zu machen.

Mein erstes Vorhaben, eine Kiste oder sonstigen Behälter auf das Dach zu setzen, habe ich wieder verdrängt.
Ich hoffe einfach mal, dass der eine Millimeter hinterher nicht mehr so arg ins Auge sticht.

Fahren tut sie jedenfalls Traumhaft.

Ich werde in den nächsten Tagen noch Bilder der einzelnen Umbauarbeiten vom 2. Versuch nachlegen. Die vom ersten Prototyp sind leider bei einem CF-Kartencrash verloren gegangen.

Noch ein paar Bilder vom ersten Prototypen mit Alterung.

Hier nun doch erst mal mit einem Dachaufsatz aus dünnem Kupferblech.

Beim Proto ist noch etwas schlampig geklebt, soll ja nur ein Test sein.

Ins Kupferblech habe ich mal probehalber mit einer Nadel Niete durchgedrückt.

Na mal sehen, die nächste wird schöner.

Im Vergleich mit Ihrer gelben Schwester sieht man das dass Chassis 0,5 mm höher gelegt ist.


Endlich habe ich einige Tran-Decoder der Type DCX74 in die Finger bekommen. Da diese Decoder nur ca. 1,5 mm dünn sind, hab ich natürlich gleich an meine Köfs gedacht.
Hier nun der Einbau in Kurzform. (Genaue Anleitung folgt in kürze)

Da der Decoder “Unsichtbar” eingebaut werden soll, ist auch hier ein Dachausschnitt von Nöten.

Nun den Decoder samt Motor wieder ausgebaut und der graue sowie orange Draht an die Motorpole gelötet.

Zu guter letzt noch aus dünnem Kupferblech ein neues Dach gebogen und aufgeklebt.

Richtig, die hintere rote mit dem N025 und Dachaufsatz und die “mittlere” schwarze mit dem DCX74.

Jetzt ist der Decoder auf dem Motor geklebt. Die für eine Köf unnötigen Kabel sind entfernt. (Licht + Dauerplus)

Danach den Motor wieder eingesetzt und die Kabel für die Radschleifer angelötet.

Na? Welche der Köfs sind Digital?

Nun zum Decoder und den Einstellungen.

Der Decoder ist nachgemessen an einer Stelle über den angegebenen 1,5 mm dick. Ich habe mittlerweile 5 St. in Händen und einige “Ausreißer” bis zu 1,95 mm dabei.
Es handelt sich immer um das Bauteil neben dem Prozessor in der äußeren Ecke. Ich vermute mal das es beim löten etwas aufschwimmt und daher die verschiedenen Höhen entstehen.

Zu den CVs:
Nach dem verändern der CVs,
CV50 = 15
CV2 = 10
CV9 = 144, läuft der alte Arnold-Motor samt Köf sehr ordentlich.

Für alle diejenigen die mit dem DCX74 Probleme haben (Ruckeln und Springen der Lok), kann folgendes die Lösung sein:
Laut Nachforschungen von Herrn Tran ist es ein HW Problem. Einige ältere Motoren verursachen kurze aber sehr hohe Spitzenströme (fast nicht Meßbar) die den verbauten Spannungsregeler stören und einen Kurzschluß vorgaukeln.

 Abhilfe: Ein 1nF-3,3nF Keramik Kondensator ( kein Tantal oder gar Elko)
parallel zum Motor (grau und orange) schalten, so soll dann das Problem
behoben sein.
 

Weitere Informationen finden Sie hier: www.tran.at oder bei dem Händler wo ich sie kaufe: http://amw.huebsch.at


Der N025 ist von der Grösse her mit dem Vorgänger N020 vergleichbar. Etwas kleiner in den Abmessungen, aber mit einer Lastregelung ausgestattet.
Beide im Vergleich:

N020:
9,3x12x3,3 mm

N025:
8,8x11,4x3,3 mm.

Der N025 in der Nahansicht.

Der N020 in der Nahansicht.

Beide in der Seitenansicht.(rechts der N020 ist schon eingebaut)

Nun zu den technischen Daten des N025:

  • kurze und erweiterte (4 stellige) Adressen. (DCC)
  • 14, 28 und 128 Fahrstufen im DCC Betrieb.
  • 255 Adressen im Motorola-Format.(altes und neues Format)
  • 14 oder 28 Fahrstufen im Motorola-Format.
  • Gleichstromanalogbetrieb möglich.
  • parametierbare Lastregelung
  • hochfrequente (16kHz) u. niederfrequente (120Hz) Motoransteuerung
  • schaltbarer Rangiergang, einstellbare Mindest,-Mitten,-und Höchstgeschwindigkeit
  • Programmierung während der Fahrt möglich
  • Funktionsausgänge mit programmierbaren Lichteffekten und Dimmfunktion.
  • maximale Fahrspannung (Eingangsspannung):.........................................................24Volt
  • maximaler Motorstrom............................................................................................0,7 A
  • maximaler Strom je Lichtausgang...........................................................................0,15 A
  • Gesamtbelastbarkeit (Analog/Digital).......................................................................0,7 A
  • Betriebstemperatur..........................................................................................0 bis 60°C
  • Abmessungen angegeben......................................................................8,8x11,4x3,3 mm
  • Abmessungen nachgemessen...........................................................8,5x11,5/12x3,4 mm
  • Preis z.Z....................................................................26,90 Euro/St. ab 6 St. 24,40 Euro
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